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Im folgenden möchte ich Euch erzählen, wie ich zu meinem ersten
Falken Sultan gekommen bin.
Angefangen hat alles mit einer Kiste und meinem Moped. Während
ich mal wieder bei der Aneignung von Wissen mittels
Fachliteratur war, bot sich mir DIE Gelegenheit. In einer
Anzeige waren ein weiblicher Habicht und ein männlicher
Lannerfalke zum Verkauf angeboten. Da die Anzeige die Einzige in
unmittelbarer Nähe war, ergriff ich diese Gelegenheit beim
Schopfe und machte mich daran, den Verkäufer zu kontaktieren.

-Original Anzeige von Sultan-
Es war im Frühjahr im Jahre 1973 und es war bitterkalt.
Ich fuhr mit meinem frisierten Moped gen Hussenhofen, da in der
Anzeige keine Telefonnummer war. Bei meinem 3. Besuch war
endlich jemand anzutreffen. Die Mutter des Falkners erklärte
mir, dass dieser beim Stammtisch in der Dorfschenke bei Freunden
war. Dort wurde ich vorstellig und wir gingen zur
Falkenbesichtigung. Für mich war sofort klar: Der ist es! Was
nicht klar war: Der Preis von 300 DM. Für einen Lehrling mit
einem damaligen Hungerlohn von etwa 150 DM war das sehr viel
Geld. Doch gesagt - getan. Ich musste sparen. Einige Wochen
später fuhr ich mit dem Geld in der Tasche Sultan holen. Der
Verkäufer war mal wieder in der Dorfschenke vorzufinden. Das
Drama nahm ab nun seinen |
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Lauf. Er wollte
seinen Freunden den neuen Besitzer von Sultan vorstellen - dies war nur
möglich durch einige Runden Hochprozentiges. Es dauerte sehr
lange, bis ich ihn überzeugen konnte, dass wir nun zum Geschäft
kommen sollten. Auf dem Weg zu Sultan
lag noch ein "Tante-Emma-Laden". Dort kehrten wir auf einen weiteren
kleinen Umtrunk ein. Es war auch hier sehr schwierig ihn zur Heimkehr zu überreden,
mir reichte es jedoch schon längst. Außerdem wurde es bald dunkel. Bei
Sultan angekommen musste ich die sichere Heimkehr des Falken
gewährleisten. Um ein
Entweichen von Sultan bei einem Sturz in den Straßengraben zu vermeiden,
band ich mir die Langfessel (=Lederriemen, zur Befestigung des Falken am
Block) um das rechte Handgelenk. Sultan verstaute ich in der Kiste
hinter mir auf dem Gepäckträger. Über Schleichwege waren wir 3
Stunden später auch zu Hause und mittlerweile war es stockfinster.
So hat alles begonnen.....
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